Ein hektisches Unentschieden

Von Mateo Landolt

Nach einer wilden Partie trennten sich Küssnacht und Littau 2:2. Mit Biss und Glück behauptete sich das Heimteam in Unterzahl.

Zum ersten Heimspiel der Rückrunde empfing der FCK den Rivalen Littau auf dem schnellen Kunstrasen. Für beide Mannschaften war es eine wichtige Partie, was seinen Teil zur Hektik beitrug. Littau erbrachte ein ruhigeres Zusammenspiel. Der FC Küssnacht war über weite Strecken, insbesondere nach vorne, unpräzise. Bis zur 41. Minute erspielten sich beide Seiten einige Chancen. Dann wurde Simon Britschgi am linken Strafraumrand angespielt. Der Littau-Topscorer schlenzte die Kugel sehenswert in die Maschen. Nachdem der Gast erneut hätte erfolgreich sein können, hatte der FCK seine grösste Chance. Ein weiter Ball fand über Bajrami zu Eduard Qupi. Dieser zwang Goalie Grüter von der rechten Seite zu einer Parade. Danach hätten Isikli und Stadler beinahe den Abpraller verwandelt.

40 Minuten in Unterzahl

Somit ging Küssnacht erneut mit einem Rückstand in den zweiten Durchgang. Und in der 54. Minute kam es noch dicker für den Gastgeber. Der bereits verwarnte Stadler wurde wegen eines taktischen Fouls vom Platz gestellt. Doch die Partie blieb ausgeglichen. Nach 65 Minuten hatte Gloggner freie Bahn aufs Tor. Im letzten Moment wurde er im Strafraum per Grätsche von der Kugel getrennt. Der Abwehrspieler hat zwar den Ball getroffen, wohl aber auch den Gegenspieler. Die offensichtlich umstrittene Szene wertete der Schiedsrichter als Elfmeter. Bajrami verwandelte zum 1:1.

Spannend bis zum Schluss

Rund vier Minuten später ging die FCK-Equipe gar in Führung. Der eingewechselte Mathis wurde vor dem 16er-Halbkreis angespielt. Mit einem gefühlvollen Halbvolley-Lupfer netzte er zum 2:1 ein. Aber Littau wusste auf diesen Rückschlag zu reagieren. Zehn Minuten vor Schluss hatte Aussenläufer Colatrella vor dem Strafraum zu viel Platz. Sein kräftiger Schuss fand den Weg in das linke obere Eck. Damit war die Partie wieder offen. Anhand der taktischen Ausrichtung war dem FCK aber mehr an diesem Unentschieden, als am Riskieren eines Gegentores. Mit Qupis Freistoss an den Pfosten verzeichnete man dennoch eine weitere gute Chance. Es blieb aber beim 2:2, mit was der FCK wohl etwas zufriedener sein kann als sein Kontrahent. Will die Lücke zum Tabellenmittelfeld verkleinert werden, braucht es aber mehr als beherztes Auftreten in Unterzahl. Es gab gute Ansätze und Küssnacht stand stabil. Doch der entscheidende Schritt zum Torerfolg war vielfach zu unpräzise.

Telegramm

FC Küssnacht – FC Littau 2:2 (0:1)
Luterbach – 120 Zuschauer – SR Waldispühl – Tore: 41. Simon Britschgi 0:1. 66. Bajrami 1:1 (Penalty). 70. Mathis 2:1. 79. Colatrella 2:2. – FC Küssnacht: Janner; Horat, Huruglica, Schilliger, Philipp Ulrich; Stadler, Rössler (73. Landolt), Eduard Qupi, Matos (46. Gloggner); Isikli (57. Mathis), Bajrami. – FC Littau: Grüter; Cook, Baumann, Gilli, Zilic; Simon Britschgi (88. Piliskic), Dominic Britschgi, Michel Britschgi, Colatrella; Aregger (80. Markovic), Machado. – Verwarnungen: 13. Stadler, 39. Bajrami (beide Foul), 39. Dominic Britschgi (Reklamieren), 50. Horat, 54. Gelb-Rot Stadler, 69. Simon Britschgi.

Küssnacht, hier überwindet Matos Littau-Verteidiger Cook, errang sich in Unterzahl ein 2:2.

Der neue FCK-Trainer Hasan Özoglu konnte sich über den ersten Punkt freuen.

Die Tabellennachbarn lieferten sich ein hektisches Duell. Hier im Bild Oliver Rössler der eine starke Partie im defensiven Mittelfeld lieferte.

Im Spiel nach vorne fehlt Küssnacht, hier Matos (links) und Bajrami, teils die Präzision.

Oliver Rössler in Aktion.

Küssnacht, im Bild FCK-Captain Bajrami (vorne) und Isikli (hinten), errang sich in Unterzahl ein 2:2.

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