Küssnachterinnen für starke Leistung nicht belohnt

Von FC Küssnacht

Nach dem Sieg gegen Therwil vor Wochenfrist gelang es den Küssnachter Frauen den Schwung mit nach Staad zu nehmen und zeigten beim Tabellenführer eine starke  Leistung. Zählbares in Form von Punkten wurde ihnen jedoch verwehrt.

Standardsituationen entschieden die Partie

Bei äusserst schwierigen Platzverhältnissen auf dem Kunstrasen von Staad – man wähnte sich teilweise eher beim Eislaufen als beim Fussball spielen – war es für beide Teams schwer ein gepflegtes Spiel aufzuziehen. Dieser Umstand hinderte sie jedoch nicht daran, den Torreigen schon früh zu eröffnen. Das 1:0 durch Frick konnten die Küssnachterinnen, nach einem von Schuler scharf getretenen Eckball, postwendend durch Künzli ausgleichen. Auch im weiteren Verlauf des Spiels gelang es den aufsässigen Küssnachterinnen dem viel höher dotierten Gegner das Leben schwer zu machen. Von dem zu erwartenden Klassenunterschied war jedenfalls merklich wenig zu spüren. Und so waren es dann in so einem Spiel bezeichnenderweise letztendlich Kleinigkeiten, diesmal in Form von Standardsituationen, welche die Partie in die entscheidenden Bahnen lenkten. Mittels Freistoss und einem Penalty konnten Stilz und Bigger für das Heimteam auf 3:1 erhöhen, wobei beide Entscheidungen des vermeintlich Unparteiischen gelinde gesagt als „sehr hart“ taxiert werden durften. Generell wurde man diesbezüglich sowieso das Gefühl irgendwie nicht los, dass an diesem Abend nicht nur die Terrainverhältnisse ungenügend waren. Diesem Widerstand zum Trotz steckten die Küssnachterinnen jedoch nie auf und kamen durch einen sehenswerten Weitschuss-Lob durch Schuler nochmals zum Anschlusstreffer. Ein weiterer Treffer wollte ihnen aber trotz offensiverer taktischer Umstellung bis zum Schluss nicht mehr gelingen. Viel mehr war es dann wie meistens ins solchen Situationen noch die eingewechselte Andrade, welche in der Nachspielzeit mittels Konter an der zu diesem Zeitpunkt völlig entblössten Küssnachter Hintermannschaft vorbei noch das 4:2 erzielen konnte. Trotz dem etwas faden Beigeschmack dieser Niederlage und dem nicht belohnten starken Auftritt gilt es nun die vielen positiven Dinge mitzunehmen und bereits am kommenden Samstag gegen den nächsten Liga-Krösus, die Zürich Frauen U-21, zu versuchen mit einer identischen Leistung und allenfalls auch mal mit dem bislang noch ausgebliebenen Wettkampfglück eine Überraschung herbeizuführen.

Telegramm

Nationalliga B (Frauen), FC St.Gallen-Staad – FC Küssnacht – 4:2 (2:1). Sportplatz Bützel, Staad. – 80 Zuschauer. – SR: Knecht. – Tore: 5. Frick 1:0, 6. Künzli 1:1, 38. Stilz 2:1, 54. Bigger (Penalty) 3:1, 71. Schuler 3:2, 92. Andrade 4:2. – FC St.Gallen-Staad: Oertle; Göppel, Iseli, Lüchinger, Thoma; Peter, Ess, Bigger (73. Böni), Frick (78. Bradke), Riesen (55. Brecht); Stilz (82. Andrade). –- FC Küssnacht: Jolidon; Hongler, Zimmermann, Betschart, Matter (86. Hofstetter); Kesseli, Stranieri (77. Lovrinovic), Merz, Künzli, Schilliger (66. Büchler); Schuler. – Verwarnungen: 68. Matter (Reklamieren).

Letztes Heimspiel vor der Winterpause

Am Samstag spielen die Küssnachterinnen ihr letztes Heimspiel vor der Winterpause gegen die Frauen des FC Zürich U-21. Das Aufeinandertreffen in der 1. Spielrunde verlor der FCK im September, trotz ansehnlicher Leistung, auswärts mit 5:3 Toren. Die Zürcherinnen konnten bisher sechs Partien gewinnen, vier mit einem Remis beenden und eine ging verloren. Gegen den FC St. Gallen-Staad tauchte der FCZ mit einem deutlichen 4:0. Zu Beginn der Saison schien das Zürcher Ensemble noch das Mass aller Dinge zu sein, doch nach dieser Niederlage konnte der Ligakrösus nur noch gerade ein Spiel gewinnen. Die letzten vier Begegnungen gegen Derendingen Solothurn (1:1), Aarau (2:2), Worb (1:1) und Thun Berner-Oberland (3:3) endeten Unentschieden und generierten jeweils nur einen Gewinnpunkt. Nach elf Spielrunden stehen die Stadtzürcherinnen mit 22 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz.

Spielanstoss: FC Küssnacht – FC Zürich Frauen U-21, Samstag, 1. Dezember 2018, 18:00 Uhr, Sportanlage Luterbach, Küssnacht

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