Mario Sager verlässt den FC Küssnacht

Von Roland Wyssling

Nach dem Ende der Vorrunde der 2. Liga regional steht die 1. Mannschaft des FC Küssnacht ohne Trainer da.

Der Trainer verlässt den Verein auf eigenen Wunsch

Mario Sager, der genau vor einem Jahr die Leitung der ersten Mannschaft übernommen hat, verlässt den Verein auf eigenen Wunsch per sofort. Mit ihm verlässt auch sein treuer Assistent Iro Canal Küssnacht. Der Verein bedauert den Abgang von Mario Sager und Iro Canal sehr. «Trotz der mangelnden Punkteausbeute und der bedrohlichen Tabellensituation hätte der Verein die Rückrunde gerne mit dem Duo in Angriff genommen», meint Sportchef Tobias Kuchen und ergänzt, «Mario und Iro haben im vergangenen Jahr super Arbeit geleistet und die Mannschaft in vielen Aspekten weiterentwickelt. Leider hat sich das nicht auf das Punktekonto ausgewirkt. Natürlich bin ich enttäuscht über die Entscheidung, kann sie aber teilweise durchaus nachvollziehen. Das Trainer-Engagement funktioniert nur mit 100%iger Überzeugung und Motivation. Da beides nicht mehr gegeben ist, scheint eine frühzeitige Trennung die richtige Entscheidung». Weitere Details möchte der Verein nicht kommunizieren. Wer in der Rückrunde das Fanionenteam betreut, ist im Moment noch offen, doch Tobias Kuchen hofft auf eine regionale Lösung.

Ligaerhalt als Saisonziel

«Der Aufbau einer regionalen, jungen und vor allem erfolgshungrigen Mannschaft steht im Vordergrund und vom Saisonziel, dem Klassenerhalt, wird nicht abgewichen. Eine mittel- bis langfristige Entwicklung ist dem Verein wichtiger als kurzfristiger Erfolg», sagt Tobias Kuchen zur momentanen Situation und meint weiter, «unter dem Aspekt, dass dieses Jahr aus der 2. Liga regional bis zu vier Teams absteigen könnten, müssen wir uns bewusst sein, dass wir momentan auf einem Abstiegsplatz liegen und auch in den letzten Jahren per Ende Saison jeweils in die 3. Liga abgestiegen wären». Der Verein und die Mannschaft werden alles dafür geben, dass man mit einer harten Vorbereitung und dem notwendigen Teamspirit einen Abstieg im Sommer verhindern kann. Für die junge Mannschaft, die im letzten Meisterschaftsspiel einen Altersdurchschnitt von 21.5 Jahren auf dem Platz hatte, ist dies eine riesige Herausforderung. Es benötigt sicher auch ein wenig Glück und vor allem keine weiteren Verletzungen bei erfahrenen Teamstützen.

Keine teuren Transfers in der Winterpause

Die auswärtigen Spieler Hervé Makuka, Sascha Dervenic und Filip Drozd, werden zur Winterpause den Verein ebenfalls verlassen, sollen hauptsächlich durch Spieler mit Bezug zum FC Küssnacht und durch talentierte eigene Junioren ersetzt werden. Nach dem Abgang der drei Spieler sind im aktuellen Kader der Rückrunde noch 18 Spieler aus dem Bezirk Küssnacht und vier weitere aus den umliegenden Nachbardörfern. Auf teure Wintertransfers, welche kurzfristigen sportlichen Erfolg versprechen, will verzichtet werden.

Der FC Küssnacht bedankt sich beim Trainerduo und den drei Spielern, die den Verein verlassen für den Einsatz und wünscht ihnen für die Zukunft alle Gute.

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