Kein Punkte für Küssnachts Frauen

Von Roland Wyssling

Mit guten Ansätzen spielten die Frauen des FC Küssnacht vor heimischem Publikum gegen den FC Schlieren und verlieren trotzdem mit 1:5 Toren. Nach dem 5. Spielerinnenwechsel der Limmattalerinnen in der 71. Minute, legte der FC Küssnacht beim Schiedsrichter Protest ein.

Gute Ansätze aber kein Erfolg

Bereits nach 15. Minuten brach auf der Sportanlage Luterbach das erste Mal Torjubel aus. Matter bezwingt Eigenmann und der Aussenseiter Küssnacht liegt mit 1:0 vorne. Dieser Jubel war aber noch nicht gänzlich verhalt, als die Küssnachter Defensive, nach Abstimmungsproblemen mit ihrer Torfrau, das Spiel in der 17. Minute selbst ausglichen. Beständig, wie ihr Nachname verrät, verwandelt in der 23. Minute nach einer Hereingabe von der Seite per Kopf, kaltblütig zum 1:2 Zwischenstand. Bislang hatten sich die Küssnachterinnen, entgegen dem Spielstand, sehr tapfer geschlagen und trotzdem lagen sie bereits wieder im Hintertreffen. In der 41. Minute schoss sich Beständig, von links mit einem flachen Pass bedient, zur Doppeltorschützin und der FC Schlieren führte knapp vor der Pause mit 1:3 Toren.

Protest gegen den FC Schlieren

Trotz der zwei Tore Rückstand, spielten die heimischen Frauen auch nach der Pause engagiert weiter und versuchten das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Die Schliermer Frauen,  physisch stärker und auch in der Spielart etwas ruppiger, hielten den Druck in Richtung Küssnachter Tor aufrecht und bereits nach elf gespielten Minuten nach der Halbzeitpause legten sie mit einer Kopie des letzten Treffers, aber von der rechten Seite, erneut nach, zum wohl spielentscheidenden 1:4 Zwischenstand. Obwohl sich die Küssnachterinnen zu keiner Zeit aufgaben, war wohl allen klar, dass auch an diesem Wochenende nichts mit Punkten wird. Entgegen dem Reglement wechselten die Frauen des FC Schlieren in der 71. Minute das 5. Mal, was die Verantwortlichen des FCK veranlasste, beim Schiedsrichter offiziell Protest einzulegen. Unbeeindruckt von all den reglementarischen Wirren am Spielfeldrand, erhöhte Bürgisser kurz vor dem Spielende, in der 88. Minute, das Score für den FC Schlieren noch um ein Tor. Ob das Resultat, nach dem regelwidrigen Verhalten der Zürcherinnen bestehen bleibt, gilt es abzuwarten. Um die ersten Punkte redlich zu verdienen, müssen sich die Küssnachterinnen weiter bemühen und unabhängig eines Rekursentscheids, auf dem Platz ihr Bestes geben.

Telegramm

Fussball, Nationalliga B (Frauen), FC Küssnacht – FC Schlieren – 1:5 (1:3). Sportanlage Luterbach, Küssnacht. – 100 Zuschauer. – SR: Thanabalasingam. – Tore: 15. Matter 1:0, 17. Matter (Eigentor) 1:1, 22. Beständig 1:2, 41. Beständig 1:3, 56. Miotti 1:4, 88. Bürgisser 1:5. – FC Küssnacht: Jolidon; Matter, Betschart, Zimmermann, Stranieri; Kesseli, Donauer (83. Feusi), Büchler, Merz (64. Lovrinovic), Schilliger (78. Hofstetter); Schuler (83. Rosenkranz). – FC Schlieren: Eigenmann; Bonito D. (60. Seiler), Küng, Bürgisser, Bonito S. (71. Bonfardin); Miotti (71. Conte), Beständig, Garcia, Radulovic (60. Haymoz), Rohr (64. Berli); Mijovic. – Verwarnungen: 21. Bonito D. (Foul). Bemerkungen: 71. FC Schlieren vollzieht 5. Spielerwechsel (Protest FC Küssnacht).

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