Keine Tore zwischen Küssnacht und Luzerner SC

Von Leandro Baur


Die Partie zwischen dem Luzerner Sportclub und dem FC Küssnacht endete torlos. Die gut organisierte Küssnachter Verteidigung hielt dem Druck der technisch versierten Luzerner stand. In den Schlussminuten hätte Küssnacht das Spiel sogar noch für sich entscheiden können.

Technisch starke Offensive gegen disziplinierte Defensivarbeit, der Luzerner SC gegen den FC Küssnacht im letzten Spiel vor der Winterpause. Die Partie hielt, was sie versprach. Die Küssnachter Startelf stand von Beginn weg sehr gut, verteidigte konsequent und war gleichzeitig bemüht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten, um danach über die Seiten schnelle Angriffe zu lancieren. Der LSC seinerseits versuchte, über seine zwei Schlüsselspieler, Captain Arben Balaj und Spielertrainer Pren Spaqi, einen Weg durch die Küssnachter Verteidigung zu finden. So wurde es oft gefährlich vor dem Strafraum der Gäste, der Führungstreffer blieb jedoch aus. Dafür verantwortlich war unter anderem auch Torhüter Marty, welcher in seinen Strafraum sehr präsent agierte und seinen Kasten mit grossartigen Reflexen sauber hielt. Auch Küssnacht kam zu Chancen, nach gut einer halben Stunde umlief Murati im gegnerischen Strafraum den Torhüter. Nur noch ein am Boden liegender Innenverteidiger verwehrte ihm den Führungstreffer, indem er den Ball mit dem Kopf und eventuell auch einer Hand über die Auslinie bugsierte. Nach dem Pausentee spielten beide Mannschaft unverändert weiter, und auch am Spiel selber änderte sich wenig. Auf beiden Seiten schienen die Kräfte aber etwas zu schwinden, Fehlpässe und Missverständnisse traten vermehrt auf und verhinderten grössere Torchancen.

 

Turbulente Schlussphase

Es lief bereits die 85. Spielminute als ein Luzerner Spieler dem Küssnachter Captain Bajrami ohne Chance auf den Ball von hinten in die Beine grätschte. Für dieses grobe Einsteigen zeigte der Schiedsrichter die rote Karte, Küssnacht spielte also ab sofort in Überzahl. Es dauerte nicht lange, da wurde es vor dem Luzerner Tor gefährlich. Nach einem schnell lancierten Angriff führte Stadler den Ball auf der linken Seite bis in den Strafraum. Dort warteten Stojak und Murati in guter Abschlussposition, Stadlers Querpass wurde jedoch vom letzten Luzerner Verteidiger abgefangen. Es lief bereits die Nachspielzeit, als sich Küssnacht erneut über die Seite durchsetzen konnte. Der Ball fand den Weg vorbei am Luzerner Torwart zum wartenden Stadler, dieser zögerte jedoch beim Abschluss, legte sich den Ball einmal zu oft vor und sein Schuss wurde von einem Verteidiger geblockt. Nach dieser grossen Chance beendete der Schiedsrichter die Partie. Auch wenn drei Punkte in diesen Schlussminuten für Küssnacht greifbar nahe lagen, geht die Punkteteilung nach einem hart umkämpften aber über weite Strecken fair geführten Spiel in Ordnung.

 

Telegramm

Fussball, 2. Liga regional, Luzerner SC – FC Küssnacht – 0:0 (0:0)

Hubelmatt, Luzern. – 50 Zuschauer. – SR: Habermacher. – Luzerner SC: Strässle; Shkoreti, Procopio, Ludin; Kryeziu, Spaqi, Inäbnit (75. Bozhinov), Abu, Coli; Balaj, Markaj. – FC Küssnacht: Marty; Baur (78. Stojak), Schilliger, Makuka, Tschupp, Horat; Stadler, Ulrich E., Bajrami , Ulrich Ph. (59. Matijevic); Murati. – Verwarnung: 74. Kryeziu. – Ausschluss: 84. Coli

Die erschöpfte aber zufriedene Küssnachter Mannschaft nach dem Spiel.

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