Küssnacht wird für grossen Einsatz nicht belohnt

Von Leandro Baur

Küssnacht bot dem Aufstiegskandidaten Willisau über 80 Minuten lang die Stirn. Dank kompakter Defensivarbeit und guten Angriffen über die Seiten wäre ein Punktgewinn verdient gewesen. Zwei Gegentore nach Eckbällen zu Beginn der zweiten Hälfte machten dem jedoch einen Strich durch die Rechnung.

 

Das Küssnachter Trainerduo Gisler/Drvoderic zog die richtigen Schlüsse aus der Cup Niederlage von letztem Dienstag. Auch gegen Willisau stellte sich Küssnacht defensiv auf und störte den Gegner erst kurz vor der Mittellinie. Mit den Rückkehrern Makuka und Schilliger, sowie Goalietrainer Neidhart im Tor gelang es Küssnacht im Vergleich zum Cup Match jedoch besser, den Ball zu halten und mit geduldigem Spielaufbau vor allem in der ersten Halbzeit gute Chancen zu erarbeiten. Immer wieder tauchten die Küssnachter Offensivkräfte vor dem Willisauer Tor auf und prüften den heimischen Schlussmann. Dieser liess sich nicht bezwingen, hatte in der 33. Minute jedoch Glück, dass er nach einem unfairen Zusammenstoss mit dem alleine aufs Tor eilenden Stadler nur die gelbe Karte sah. Die erste Halbzeit endete torlos, gute Aktionen auf beiden Seiten versprachen jedoch eine spannende zweite Hälfte.

 

Zwei Eckbälle – zwei Tore

Motiviert und voller Siegeswillen kamen beide Mannschaften aus der Kabine. Es dauerte jedoch keine Minute, da landete der Ball nach einer sauber gespielten Eckballvariante im Küssnachter Tor. Der flach ausgeführte Eckball verleitete die gesamte Küssnachter Abwehr zur Vorwärtsbewegung. Als der Ball im zweiten Anlauf dann doch hoch auf den weiten Pfosten geschlagen wurde, brauchte der alleingelassene Willisauer Stürmer nur noch einzunicken. Acht Minuten wurde ein weiterer Eckball diesmal direkt auf den weiten Pfosten geschlagen, wieder kam ein Willisauer zum Kopfball und wieder landete der Ball im Netz. Diese zwei schnellen Tore prägten die Spielweisen beider Mannschaften deutlich. Während Willisau selbstbewusster agierte und bis zum Spielende mehrmals nur wenig von einem weiteren Treffer entfernt war, stand Küssnacht die restlichen knapp 40 Minuten unter Zugzwang. Es fehlten jedoch zwingende Ideen und gegen Schluss auch die nötige Kraft, um am Resultat etwas zu ändern.

 

Optimistisch in die zwei letzten Partien der Hinrunde

Trotz dieser Niederlage muss Küssnacht den beiden letzten Partien dieser Hinrunde optimistisch entgegenblicken. Das Kader ist dank den Genesungen mehrerer Spieler wieder breiter und auf dem Spielfeld agiert man engagiert und mit einem klaren Ziel. Gelingt es, noch einen weiteren Schritt zu machen und bei Standards besser zu verteidigen, sind die nächsten Punkte in Reichweite. Noch ist es nicht zu spät, in der Tabelle über den Strich zu klettern und nicht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern.

 

Telegramm

Fussball, 2. Liga regional, FC Willisau – FC Küssnacht – 2:0 (0:0).

Sportzentrum Schlossfeld. – 50 Zuschauer. – SR: Müller. – Tore: 46. Mijatovic 1:0, 53. Dahinden 2:0. – FC Willisau: Bolliger; Roth, Ostojic, Vogel, Dahinden; Brun, Wirz, Mijatovic, Karajcic (64. Etemi); Bühler (83. Kohler), Binde (77. Tschopp). – FC Küssnacht: Neidhart; Baur, Schilliger, Makuka, Tschupp, Horat; Stadler, Petruccelli (55. Linares), Bajrami (64. Krieger), Duzmani (70. Stadelmann); Murati. – Verwarnungen: 26. Horat, 33. Bolliger.

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