Schwaches Küssnacht unterliegt Emmen

Von Mateo Landolt

Der FC Küssnacht war gegen Emmen über die gesamte Partie offensiv zu harmlos und defensiv zu anfällig. Statt in der Tabelle nach vorne zu rutschen, gerät das Team langsam unter Zugzwang.

Der Gast aus Emmen wirkte von Anfang an etwas zwingender als die Küssnachter. Nach den ersten Ansätzen auf beiden Seiten, profitierten die Luzerner vom Geleitschutz der FCK-Equipe. Barbarez hatte dann genügend Platz um den Ball pfannenfertig auf den einschiebenden Studer aufzulegen. Im Anschluss war auch Küssnacht offensiv bemüht. So kamen etwa Murati und Stadler zu Torchancen. Die Rigidörfler waren im Angriff insgesamt aber zu wenig zwingend. Mal war der Winkel schlecht, dann fehlte eine Fussspitze und in der nächsten Chance erwiesen sich die Schüsse als zu lasch. Die Emmer profitierten ihrerseits weiterhin von viel Platz im Küssnachter Halbfeld. Umschaltspiel, Zuordnung und Zweikampfführung wirkten unzureichend für die munter aufspielenden Gäste. In der 32. Minute ergatterten sich diese den Ball beim Halbkreis. Greter zog davon und erhöhte nach einem Haken souverän zum 0:2.

Keine Verbesserung
Nach Wiederanpfiff ging es im ähnlichen Stil weiter. Zwar blieb dem Heimteam das dritte Gegentor vorerst erspart, von einer effektiven Aufholjagd war aber wenig zu spüren. Emmen verwaltete den Vorsprung und das Spiel plätscherte vor sich hin. Erst eine Viertelstunde vor Schluss kam es wieder zu tatsächlichen Torchancen. Doch auch diesmal spielten sich die Szenen vor Martys Kasten ab. Nach einer Vorlage von Captain Bühlmann netzte der eingewechselte Weseli zum 0:3 ein. Küssnacht konnte darauf keine Reaktion zeigen. Florant Weseli gelang in der Nachspielzeit gar noch der zweite Treffer des Abends. Es war ein doch recht schlechter Auftritt des FC Küssnacht. Die Rigidörfler können gegen so manchen Gegner der Liga bestehen. Doch sie müssen gegen spielerisch starke Mannschaften, wie es etwa auch Aegeri war, mehr Kompaktheit und Effizienz an den Tag legen.

Club 300 Apéro
Jeweils einmal im Herbst und einmal im Frühling findet der Apéro der FCK-Gönnervereinigung «Club 300» statt. Beim Heimspiel gegen Emmen war dies erneut der Fall. Der Club wurde 1988 ins Leben gerufen und zählt mittlerweile um die 300 Mitglieder. Ziel ist es, den FC Küssnacht mit der Hälfte der Mitgliederbeiträge zu unterstützen und die Beziehungen untereinander zu fördern. Heuer erhielten die Gönner wieder die Möglichkeit, die Spieler näher kennenzulernen. Nach dem sich jeder kurz vorstellte stand auch das «Zämesitze» im Vordergrund. Trotz des garstigen Wetters und der Niederlage waren die Mitglieder guter Laune.

Telegramm:
2. Liga regional, FC Küssnacht – SC Emmen – 0:4 (0:2)
Sportanlage Luterbach, 110 Zuschauer. – SR: Matosevic. – Tore: 15. Studer 0:1. 32. Greter 0:2. 76. Weseli 0:3. 91. Weseli 0:4. – FC Küssnacht: Marty; Horat, Schilliger, Ulrich E., Ulrich P.; Duzmani (81. Stojak), Makuka (46. Bajrami), Tschupp, Stadler (76. Baur); Murati, Linares. – SC Emmen: Bäuerle; Baumgartner, Koch, Häberli, Beeler; Studer (74. Meier N.), König, Barbarez, Janssen; Bühlmann (85. Meier M.), Greter (71. Weseli). – Verwarnungen: 84. Linares (Foul).

Der FC Küssnacht (hier Hervé Makuka) liess defensiv zu viel zu.

In der Offensive waren beim FCK (hier Duzmani) durchaus Ansätze vorhanden. Es fehlte die Effizienz.

Die Emmer Offensive um Janick Janssen überwand die Küssnachter Hintermannschaft zu einfach.

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